Franz Carl Weber - Schweizer Spielwaren-Tradition

 

Das Unternehmen wurde von Franz Philipp Karl Friedrich Weber (geboren 24. Mai 1855 in Schwarzenbach/Bayern) gegründet. Dieser absolvierte eine kaufmännische Lehre in der Spielwaren-Exportfirma Ullmann & Engelmann. Im Alter von 24 Jahren wanderte er von seiner Heimatstadt Fürth nach Zürich aus, wo er zunächst mehrere Jahre für die Drogerie Fisler arbeitete. 1881 gründete Weber sein eigenes Verkaufsgeschäft für Spielwaren und nannte es Franz Carl Weber.

Das erste Ladenlokal lag an der Bahnhofstrasse 48, die damals noch keine zentrale Geschäftslage war. Trotz zweier etablierter Konkurrenten florierte das Unternehmen, so dass nach neun Jahren die Liegenschaft an der Bahnhofstrasse 62 erworben werden konnte. Weber verstarb 1948. Sein Unternehmen wurde zunächst von seinem Sohn, anschliessend von seinem Enkel weitergeführt. 1984 wurde es an die Detailhandelskette Denner verkauft. Unter der neuen Besitzerin erlebte es einen Schrumpfungsprozess, die Zahl der Filialen wurde von über 50 auf 9 reduziert.

2006 ging Franz Carl Weber an den französischen Spielwarenkonzern Ludendo über, den Marktführer im europäischen Spielwaren-Fachhandel. Der Marktauftritt erfolgt aber weiterhin unter dem Namen Franz Carl Weber. Mit dem Namen Franz Carl Weber ist auch das Zürcher Spielzeugmuseum verbunden, das 1956 aus Anlass des 75-jährigen Firmenjubiläums von Margrit Weber-Beck gegründet wurde. 2016 verliess Franz Carl Weber nach 126 Jahren die Traditionsliegenschaft des Haupthauses an der Bahnhofstrasse 62 und zog direkt an den Zürcher Hauptbahnhof. (Quelle: Wikipedia)

Per 1. Juli 2023 hat die Müller Handels AG Schweiz 100 Prozent der Schweizer Traditionsfirma übernommen.

Für Kinder waren die Spielwaren-Kataloge von Franz Carl Weber in früheren Jahren ein grosses Erlebnis. Der Modellbahn-Teil des Katalogs von 1958 wird hier vorgestellt.

Als Schweizer Spielwaren-Marktführer hat Franz Carl Weber immer wieder Modelleisenbahn-Produzenten (Märklin, Kibri u.a.) für Sonderserien beauftragt. Folgendes wird hier vorgestellt:

Dampflokomotive E 4/4 der SBB (vermutlich von Bevilacqua produziert)

Gedeckter Güterwagen (von Märklin, Katalog-Nr. 4505)

 

FCW-Logo auf der Papiertüte im Jahr 1978